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Soft-Masking

Ein eigener Unterbereich der Maskierung ist das Soft-Masking. Soft-Masking eignet sich insbesondere für die digitale Bildbearbeitung feinster Bildelemente. Hierzu zählt zum Beispiel das Freistellen von Haaren, Rauch, Fell und vielen weiteren kniffeligen Feinheiten eines Motivs.

Wie für andere Bearbeitungen in der digitalen Bildbearbeitung, ist auch die Grundlage für Soft-Masking das Arbeiten mit einer professionellen Bildbearbeitungssoftware wie Photoshop. So können mit Photoshop beispielsweise Haare mithilfe des Alpha-Kanals und Masken freigestellt und anschließend in neue Kontexte eingefügt werden.

Bei Soft-Masking Arbeiten in einem Alpha-Kanal wird der zu schützende Bereich immer mit weißer Farbe ausgemalt. Der zu entfernende Bereich wird schwarz gefärbt. Auch hier arbeitet der professionelle Bildbearbeiter mit Masken, da das eigentliche Bild so während der Bearbeitung nicht zerstört wird. Sobald die erstellte Maske gelöscht wird, wird das ursprüngliche Bild wiederhergestellt.

Nachdem ein Alpha-Kanal erstellt wurde, beginnt das eigentliche Soft-Masking. Insbesondere beim Freistellen von Haaren, Federn oder Fell empfiehlt es sich, mittels Auswahltechnik einen kleinen Teilbereich groß aufzuziehen. Diese aufgezogenen Bildbereiche bestehen aus einem Teil des freizustellenden und aus einem Teil des zu entfernenden Bildbereichs. So können alle Details des freizustellenden Bereichs optimal erfasst werden.
Mit einem geeigneten Pinsel wird im nächsten Schritt mit weißer Farbe innerhalb der Auswahl das freizustellende Objekt bis kurz vor den sensiblen Bereich (z.B. Haare) ausgemalt. Auf der gegenüberliegenden Seite wird daraufhin der zu entfernende Bereich bis kurz vor die Haarpartie geschwärzt. Um die Haare freistellen zu können, kann nun die Tonwertkorrektur genutzt werden. Das Ergebnis lässt sich durch eine Verschiebung der Schwarz-Weiß-Bereiche kontrollieren. Stellt sich heraus, dass das Ergebnis nicht zufriedenstellend ist, wird es nachbearbeitet. Dazu werden Härte und Durchmesser des Pinsels erneut individuell angepasst. Ist der Bildbearbeiter mit dem bearbeiteten Teilabschnitt zufrieden, wiederholt er den Vorgang an anderer Stelle, bis alle Randbereiche fertig bearbeitet sind.

Daraufhin wird der Rest der Grafik mit dem Pinsel ausgemalt, sodass eine fertige Maske entsteht, die im nächsten Schritt freigestellt werden kann. Die Auswahl wird nun um Alpha-Kanal mit einer gestrichelten Linie umgeben. Abschließend wird im Ausgangsbild die Ebenen-Maske hinzugefügt, um das freigestellte Objekt weiterverarbeiten zu können.

Dank Soft-Masking können so auch feinste Objekte in immer wieder neue Kontexte eingefügt werden, ohne ihre Detailfülle zu verlieren.

 

 


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